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Welche Klient*innen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben? Mir ist es ein großes Anliegen Menschen zu unterstützen, die sich psychisch belastet fühlen, ihnen beizustehen. Themenbereiche meiner Arbeit sind die Klärung partnerschaftlicher, familiärer und beruflicher Probleme, die Unterstützung in Krisensituationen, die Neuorientierung in Übergangsphasen des Lebens, die bessere Selbsterkenntnis auf dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte, die Aufdeckung der tieferen Ursachen von vordergründigen Symptomen, die Aufarbeitung unbewältigter Erlebnisse, die Weiterentwicklung der Persönlichkeit u.a.m. Menschen mit Selbstwertproblemen (z.B. ständige Selbstkritik, Imposter-Syndrom, People Pleasing), mit Sozialphobie, Burnout (wenn Sie nach außen noch funktionieren, aber innerlich erschöpft sind), Menschen mit Beziehungsproblemen, Zwangsgedanken oder wenn Sie an diffuser Unzufriedenheit leiden, ohne zu wissen, was eigentlich los ist, sich kaum mehr spüren u.a.m. |
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Welche Klient*innen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen? Extreme Suchtproblematiken (Alkohol, Drogen). |
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Wie kamen Sie zur Psychotherapie? Das Interesse an innerpsychischen Prozessen und dem Gewordensein und Wesen des Menschen. Natürlich auch das Interesse an den eigenen inneren Prozessen und meinem Gewordensein. Ich hatte den Wunsch nach einer beruflichen Neuausrichtung, da mich die wissenschaftliche Arbeit an der Universität Wien allein immer weniger erfüllte. Psychotherapeutin zu sein bedeutet mir sehr viel und erfüllt mich mit Sinn. |
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Arbeiten Sie auch mit Berufskolleg*innen oder mit Expert*innen aus anderen Berufsgruppen zusammen? Ja, SpezialistInnen für bestimmte Themenbereiche mit denen ich arbeite, u.a. mit PsychiaterInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen. Ein regelmäßiger Austausch durch Intervision und Supervision mit KollegInnen ist für mich wichtig. |
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Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)? Derzeit nein. Früher Vorträge, Seminare und Vorlesungen. |
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Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen? Das Ziel ist immer weiter zu lernen, dazuzulernen und ein Stück Weisheit zu gewinnen, das für mich selbst und meine KlientInnen eine Bereicherung ist. |
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Was bedeutet für Sie Glück? Gesundheit und Wohlbefinden, Freude - Freude geben, gemeinsames Erleben, Wandern, Schwimmen, Radfahren u.a.m. Lieben und lieben lassen! |
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Was ist Ihr Lebensmotto? Weiterlernen und dranbleiben, auch wenn es manchmal ziemlich schwer ist! |
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Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst? Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert? |
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... und wie würden Sie darauf antworten? Interesse an den Menschen, Neugier, Wertschätzung dem anderen gegenüber, Einfühlung, Intuition, Selbstreflexion, Geduld, Sitzfleisch, Humor ist nicht schlecht... |

